Spaniens Jobmaschine sieht aus wie ein schweizer Käse.
Datum: Freitag, 22. August 2008 Thema: Arbeiten in Spanien
Spaniens Jobmaschine kommt ins rudern. Es macht sich Unbehagen im Land breit. Die Bau- und Wohnungswirtschaft baut monatlich Tausende von Jobs ab. Im vergangenen Jahr verloren dort bereits 32.000 Menschen ihren Job,in diesem Jahr werden es nach Berechnungen der spanische Bank BBVA 83.000 Jobs sein.
Dazu kommen weitere zehntausende statistisch schwer zu erfassende
Arbeitsplätze, die indirekt vom Immobilienboom abhingen. Der Konsum der
spanischen Bürger fällt. Die Stimmung im Land wendet sich gegen den
vermeintlich schuldigen Regierungschef Zapatero.
»Wir werden mit einem Kater aufwachen, es stehen harte Zeiten bevor«,
warnt Parteichef Mariano Rajoy bei jeder Gelegenheit. Aber Tatsache ist
dass auch die Regierung untätig zuschaut wie ihr einst "blühendes Land"
langsam aber sicher vertrocknet. Im Hintergrund stehen noch weitere
Sorgen. Die spanische Touristenindustrie bleibt mit seinen
Besucherstatistiken zwar stabil aber die Besucher konsumieren nicht
mehr. So bleibt Spanien auf den Entsorgungskosten sitzen ohne Gewinne
einzufahren.
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