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Immobilienkrise ... Hypothekenkrise ... Liquiditätskrise auch in Spanien ?  
Geschrieben von Heiko am Freitag, 28. September 2007

aktuelle News Wie es wohl mit der Immobilienblase in Spanien weitergeht kann man am Beispiel USA und GB sehen. Wie meist machen die Cowboys den Vorreiter, das dicke Ende wird auch in ES noch kommen.

Immobilienkrise ... Hypothekenkrise ... Liquiditätskrise sind in Übersee vielgebrauchte Begriffe, die die meisten Menschen hier gelassen als „Problem anderer Leute“ einstufen. Ja, wer nicht genug Geld hat, soll halt kein Haus kaufen. Schön wenn es so einfach wäre.



Die drei Elemente Immobilienkrise, Hypothekenkrise und Liquiditätskrise sind miteinander verbunden, stehen miteinander und mit den anderen Wirtschaftsbereichen in Interaktion.

Die Ursprünge der Krise liegen im Immobilienmarkt. In den USA, aber auch in Großbritannien und Spanien begann ein immenser Bauboom. Die Nachfrage nach Eigenheimen war groß, die Zinsen niedrig. Auch Haushalte mit geringem Einkommen rechneten sich aus, sich zu diesen günstigen Konditionen bequem ein Eigenheim leisten zu können. Zahllose Spekulanten sprangen auf den Zug ... und die Immobilienpreise stiegen zügig an. Doch was viele Familien nicht erkannten: Die Zinsbindung war meist nur kurz. Und mit der Neueinstufung der Hypotheken stieg die Höhe der Zinsen und damit die Raten auf einmal an. Bei 20 oder mehr Jahren Laufzeit kann der Anstieg des Hypothekenzinses um ein halbes Prozent reichen, um einen Kleinverdiener in Schwierigkeiten zu bringen.

Gleichzeitig entstand ein Überangebot an Immobilien. Die Spekulanten hatten es übertrieben ... die Preise stiegen zwar noch, aber die Zahl der Kaufwilligen nahm ab. Der Preisanstieg begann dadurch zu stocken. Und gerade in den Gegenden, in denen vorher Phantasiepreise für Häuser bezahlt wurden, fielen die Preise auf einmal. Doch das war nicht nur für die Spekulanten fatal. All diejenigen, die ihre Häuser verkaufen wollten oder mussten, standen plötzlich am Ende einer langen Schlange von Verkaufswilligen auf der Suche nach nicht vorhandenen Käufern.
Das Überangebot drückte auf die Preise. Damit fiel die Zahl neu gebauter Häuser deutlich. Das hatte Konsequenzen auf die zahllosen Firmen, die direkt oder indirekt mit dem Baugewerbe zu tun hatten. Die Gewinne fielen schlagartig und erste Firmen mussten Mitarbeiter entlassen.
Eine Entwicklung die sich auch in Spanien bereits andeutet.

Damit sind also Baufirmen, Häuserspekulanten und Hausbesitzer in Schwierigkeiten. Doch das war natürlich nicht das Ende der Auswirkungen, die Folgen begannen sich zu verbreitern.

Genau wie in den USA ist der Verschuldungsgrad der Privathaushalte auch in Spanien sehr hoch. Und als Sicherheit dienen in der Regel die Häuser der Schuldner. Doch der Wert eben dieser Sicherheiten beginnt nun sukzessive zu sinken – die Konsequenz aus den langsam sinkenden Preisen am Immobilienmarkt. Damit sinkt auch der finanzielle Spielraum, was Kredite angeht. So lange der Wert ihrer Häuser stetig zu steigen schien war es leicht, sich einen Kredit nach dem andere zu besorgen. Doch heute ist das plötzlich anders. Banken verschärfen ihre Kreditvergabe-Richtlinien, es wird plötzlich schwieriger, neues Geld zu bekommen.

Für diejenigen, die ohnehin bereits Schulden haben, wird es nun schwieriger. Der Wert ihrer Sicherheiten (sprich ihrer Häuser) beginnt zu sinken, sie werden schwerer verkäuflich und die Kreditrestriktionen verschärfen sich. Diese Kombination bedingt zwangsläufig die Notwendigkeit, vorsichtiger mit den Ausgaben zu sein. Und genau hier liegt der Hund begraben:

Die spanische- genau wie die US-Konjunktur sind zum Grossteil vom Konsum abhängig. Und nicht vom Konsum der relativ wenigen Reichen, sondern von dem der ganz normalen Familien. Hier wirken sich die Konsequenzen der Immobilienkrise aus. Schon ein Rückgang des Konsums um 5% würde reichen, um das Wirtschaftswachstum in den USA völlig zum Stillstand zu bringen.

Und so beginnt sich das Rad zu drehen, das durch die Immobilienkrise in Gang gesetzt wurde. Ein Rückgang im Konsum bedingt Probleme am Arbeitsmarkt, denn der Rückgang bei Umsatz und Gewinn wird bei den Unternehmen zwangsläufig zu Entlassungen führen. Das vergrößert die Zahl derer, die sich weniger leisten können. Damit sinkt die Nachfrage am Immobilienmarkt erneut, dadurch platzen noch mehr Hypotheken, dadurch steigt die Zahl an notleidenden Investments in diesem Bereich ... ein Kreislauf ist in Gang gesetzt, der sich „Abschwung“ nennt.

Diese Phase ist Teil des ganz normalen Auf und Ab der Wirtschaft, wie man es in jedem Volkswirtschaftslehre-Buch finden kann. Doch wie immer nach mehreren Jahren des Wachstums glauben die meisten, diesmal habe man die Regeln gesprengt.

Zinssenkungen, „billiges Geld“ sollen nun in den USA helfen, die Situation zu entschärfen. Unternehmen ebenso wie Privathaushalte sollen trotz schwieriger Zeiten animiert werden, zu investieren und so die stockende Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen. Bislang war dieses Vorgehen, wenn auch nie binnen kurzer Zeit, meistens erfolgreich. Doch diesmal ist der Verschuldungsgrad so hoch wie nie zuvor und die Banken auf einmal dank der unschönen Erfahrungen aus der Liquiditätskrise womöglich weniger bereit als früher, das billige Geld in nötigem Umfang an die Konsumenten weiter zu leiten. Denn wer verleiht gerne Geld wenn er zweifeln muss, dass er es je wiedersieht? Bei spanischen Banken häufen sich die Ausfälle von Ratenzahlungen in letzter Zeit enorm ...

Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass der klassische Wirtschaftskreislauf auf einmal nicht mehr existieren würde, im Gegenteil. Nach Immobilienkrise kam die die Hypothekenkrise, dann die Liquiditätskrise. Das Rad hat begonnen sich zu drehen. Was natürlich für Auswanderer und Auswanderungswillige in Spanien Vorteile mit sich bringen kann:
Mehr Angebot und sinkende Preise im Immobilienbereich, jetzt schon erkennbar und in Zukunft bestimmt noch viel mehr.
So kann ich mich nicht über den Preis meiner gerade angemieteten, gut eingerichtetet 85 m2 Wohnung mit 50 m2 Dachterrasse und Meerblick 100 m vom Strand beklagen - 500 Euro monatl. ganzjährig, Gemeinschaftsabgaben für Pool etc. incl. - das halte ich für korrekt.

Aber die Münze hat wie immer 2 Seiten:
Wer in Spanien seine Brötchen verdienen muss, der wird es in Zukunft u. U. - je nach Konjunktursensitivität seiner Branche - deutlich schwerer haben.


Dieser Beitrag erschien am 26. Sept. '07 in der seit Jan. '07 bestehenden Artikelreihe
"Platzt die Immobilienblase in Spanien", im Spanienforum.org.

Immobilienkrise ... Hypothekenkrise ... Liquiditätskrise auch in Spanien ?

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Estrella schreibt am 08.10.2007 22:06:
Wie Menschen angeblich immer reicher durch Schulden werden!

Die Menschen wurden in einen Schuldenalptraum mit billigem Geld reingelockt mit der Aussicht, der endlos steigende Immobilienmarkt würde sie wenn notwendig retten. Man lachte fast über Diejenigen welche eine Mietwohnung suchten. Jetzt wo der Markt zusammen bricht und Hyphothekennehmer ihre Werte verschleudern müssen, stehen sie mit weniger als nichts da. Es ist klar zu sehen das Methode dahinter steckt und man diese Falle extra für sie gelegt hat. Noch schlimmer, diese Situation wurde genau berechnet und eiskalt kalkuliert.
Die Menschen wurden ermutigt Schulden zu machen, obwohl es eindeutig war, eine Rückzahlung wäre unmöglich. Hyphotheken wurden darrüber hinaus zum verschwenderischen Lebensstil benutzt. Auf Spaniens Straßen fahren nur noch nagel neue Autos. Und der nächste Trick wird sein, das der Steuerzahler durch viele angebliche Rettungsaktionen diesen Betrug ausbügeln soll. Ist doch eine super Betrugsmasche, zuerst baut man die Falle, lässt die Leute reintappen, verdient sich dumm und dämlich damit und am Schluss zahlt das Volk die Rechnung.

Jetzt verlassen die Ratten das "sinkende Schiff"- oder das Kapital ist auf der
Suche nach neuen Opfern. Vielleicht ist ja bald Kroatien?

Spanien heißt nicht mehr Spanien, sondern "Se vende" zu verkaufen.
Eine logische Schlussfolgerung von oben benannten Vorgängen.
Das ganze ist nicht Inkompetenz, es ist ein Putsch der Finanzelite basierend auf Korruption und Gier, welcher als Hauptgrund für das finanzielle Desaster verantwortlich ist. Alle paar Dekaden veranstalten die wirklichen Besitzer der Welt eine Wirtschaftskrise um das Vermögen des Volkes zu stehlen. Das war in den 20ern 30ern so und widerholt sich regelmässig. Die Reichen kamen aus dieser Krise noch reicher raus. Jetzt ist es wieder so weit. Sie wussten der Tag der Abrechnung würde kommen, aber sie wollten sich so lange es geht die Bäuche voll schlagen, um dann schon lange weg zu sein wenn es knallt.
Tatsächlich wurde die spektakuläre Hypothekenblase von den Führern des globalen Finanzsystems gewollt, geplant und konstruiert. Sie haben durch "Leverage" aus einem "echten" Dollar, 100 virtuelle gemacht und damit ein komplettes Kartenhaus geschaffen, welches mit der Realität nichts zu tun hat und jetzt zusammenfällt.

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Der Finanzarchitekten schafft eine künstliche Hypothekenblase den „westlichen“ Lebensstiel, der auf immer grösseren Schulden basiert, als Fortsetzung weit über tragbare Verhältnisse finanziert wird. So konnte z.B. Amerika weiter konsumieren und der Rest der Welt für sie produzieren.
Ab dem Jahr 2000 nun kollabierten die Aktienmärkte und die führenden Notenbanken – vor allem in den USA , wir durften ja erst kürzlich fassungslos staunen wie schnell das geht und wie lange die Lüge Amerikas geglaubt wurde– nun sahen sie nur die Möglichkeit die Zinsen massiv zu senken, um einen Systemcrash zu verhindern. Durch die niedrigen Zinsen wurde das Kapital von der Aktienspekulationsblase in die Immobilienspekulation gelockt. Immobilien wurden dann nicht mehr gekauft, um darin zu wohnen, sondern um damit zu spekulieren und um das eigene Heim mit immer höheren Hypotheken belasten zu können, die dann für den Konsum verwendet wurden.
Gleichzeitig entstanden ähnliche Blasen in 70% aller Länder der Welt, wie bspw. Spanien, Irland, Großbritannien und sogar im Baltikum. In Lettland bspw. verfünfzehnfachten sich die Immobilienpreise in nur 6 Jahren!
Im ehemaligen Ostblock ist es inzwischen Sitte, daß Kredite auch an völlig mittellose und sogar arbeitslose Leute vergeben werden – der Besitz eines Reisepasses bspw. reicht in der Ukraine, um einen größeren Kredit bewilligt zu bekommen! Darum haben wir jetzt so viele Russen die den spanischen Immobilienmarkt leer kaufen. Hinzu gesellen sich demnächst die Chinesen, denn

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