Demnach gehen die Deutschen mit größerem Pessimismus in das Jahr
2007 als die Bürger vieler anderer Länder. Sie beurteilen
die Zukunft zudem düsterer, als noch vor einem Jahr.
Trotz
der Konjunkturerholung erwarten nur 25 Prozent für sich ein
besseres 2007. Im vergangenen Jahr waren es noch 29 Prozent. 31
Prozent befürchten hingegen, dass es ihnen im kommenden Jahr
persönlich schlechter gehen wird. Deutschland
liegt damit auf Rang 51 von 60 befragten Nationen. Die größten
Erwartungen existieren in Vietnam, Hongkong und China. Griechenland,
Irak und Italien sind die Pessimismus-Spitzenreiter für 2007.
Als
zentrale Ursache für den Auswanderungsboom sieht DIHK-Präsident
Ludwig Georg Braun, dass es in anderen Ländern oft bessere
Standortbedingungen gäbe als in Deutschland: "Die hohen
Steuer- und Abgabenlasten hier zu Lande, ein wenig durchlässiger
Arbeitsmarkt und Defizite in der Bildungs- und
Betreuungsinfrastruktur sind nur eine Auswahl von Bereichen, in denen
allein schon viele europäische Nachbarn die Nase vorn haben."
(Quelle: DIHK, Pressemeldung, 23.10.2006).
Interessant
ist dabei, dass gerade die Gruppe der 45-49 jährigen, also
Menschen mit viel (Berufs)Erfahrung am ehesten geneigt sind
ihre Heimat zu verlassen.
Das
Umfrage-Ergebnis der GULP Information Services GmbH unter
IT-Spezialisten , Thema: Good bye Deutschland? zeigt dies deutlich.
Mitten in der Mid-Life-Crisis haben viele Menschen das Gefühl
etwas verpasst zu haben und begreifen dieses Alter als erneute
(letzte?) Chance etwas neues anzufangen. Für nahezu alle der
befragten IT-Spezialisten (89,1 %) in dieser Altersklasse ist
Auswandern ein Thema.
Viele
haben bei Auslandsaufenthalten bemerkt, dass das Arbeitsklima ist im
Ausland oft viel besser ist. In Deutschland werden Überstunden
geschoben bis zur totalen körperlichen Überlastung, die
Unternehmen üben starken Druck auf ihre Mitarbeiter aus, und
jeder glaubt das Glueck darin zu finden, möglichst viel Geld zu
verdienen und eine tolle Karriere zu machen, selbst wenn man dann
halt erst abends um 22:00 heim kommt. Das soll Leben sein?
Dagegen
berichten Ausgewanderte: "Wo ich jetzt lebe, gibt es kaum
jemanden (egal in welcher Branche), der auf die Idee kommen würde,
regelmäßig
länger als bis 17:00 oder maximal 18:00 Uhr zu arbeiten.
Ausnahmefälle, Notfallsituationen etc.
natürlich ausgenommen.
Dabei wird aber
allerdings geflissentlich übersehen, dass die Entlohnung in
Spanien doch deutlich unter der deutschen liegt, auch werden
Überstunden fast nie ausbezahlt, im besten Fall können sie
abgefeiert werden.