Spanische Frauen stürzen sich mit aller Macht und hohem Karrierebewußtsein an die Arbeitsfront. Das bedeutet allerdings nicht, daß sie sich auch im Sinne der Gleichberechtigung emanzipiert haben.
Die Benachteiligung bei den Löhnen ist größer als in anderen EU-Staaten. 28 Prozent der Spanierinnen werden trotz gleicher Arbeitschlechter bezahlt als Männer. Dazu kommt eine hohe
Frauenarbeitslosigkeit, doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Statistisch gesehen sind in Spanien doppelt so viele Frauen arbeitslos wie Männer.
Der
Bund der Ehe verliert immer mehr an Wert. Es wird immer später und
immer weniger geheiratet, zudem steigt die Scheidungsrate.
Frau
können/müssen unabhängiger werden, nur Hausfrau und Mutter sein gehört
immer mehr der Vergangenheit an. Die Teuerungsrate und die Niedriglöhne
machen es zudem notwendig, daß die Frau zum Lebensunterhalt beiträgt.
Da Spanien mit Familien- und Sozialbeihilfen sehr kleinlich ist, bzw. gar nichts zahlt, werden Frauen in Spanien zahlreichen Problemen bei der Vereinbarung von Beruf und Familie ausgesetzt.
Es
wird kaum Kindergeld bezahlt, was zur Folge hat, daß in diesem so
kinderfreundlichen Land die Geburtenrate sinkt, das führt wiederum zu
einer Überalterung im Land. Kinderkriegen ist in Spanien Luxus pur,
mehr noch als in Deutschland. Paare, ob nun verheiratet oder nicht,
sind meist beide berufstätig, haben also keine Zeit oder kein Geld oder
beides, um Kinder zu
bekommen. Hier muß die Politik noch einiges in die Wege leiten.
Die neue sozialistische Regierung hat sich diesbezüglich einiges vorgenommen.


