Das Geschäft lief zunächst nur sehr schleppend an. Lediglich einige wenige Ausländer liehen sich hin und wieder etwas aus. Das ging so lange weiter, bis eines Tages ein junger Spanier in meinem Geschäft erschien, der mir erzählte, er würde ebenfalls Maschinen verleihen. Dies ohne ein Ladenlokal zu besitzen, die Leute riefen einfach sein Handy an. Allerdings war er wohl mit seinem Geschäft nicht sehr zufrieden, wohl deshalb bot er an, mich mit 50 Prozent am Verleihpreis zu beteiligen, wenn ich seine Maschinen mit in mein Programm aufnähme. Er überließ mir kurzerhand eine Liste seiner Maschinen mit seinen Preisen und beschied mir, ich bräuchte ihn nur anzurufen, sollte ich etwas aus seiner Liste vermieten wollen. Tatsächlich hatte er einige schwere Maschinen im Programm, die ich bisher nicht angeschafft hatte. Das eine oder andere Mal kamen wir in den folgenden Wochen ins Geschäft. Es war aber immer wieder ein Problem, dass die Kunden die Maschine sehen wollten, bevor sie sich entschieden. Diese standen aber leider nicht im Geschäft, daher kamen wir bald überein, einige seiner Maschinen bei mir unterzubringen. Mit der Zeit lernten wir uns näher kennen, seine Maschinen wurden komplett in mein Geschäft übergeführt. Ebenso teilten wir Arbeitszeiten, Kosten und Gewinn brüderlich zu je 50 Prozent. Das war der Durchbruch für das Geschäft: Einen Spanier mit dabei zu haben, lockte auch spanische Kundschaft an. Das Ganze funktionierte zwei Jahre lang recht gut, dann erschien dem jungen Spanier sein Einkommen als zu gering. Er eröffnete im Nachbarort sein eigenes Verleihgeschäft, was nur wenige Jahre gut ging: Die Reparatur defekter Abbruchhämmer und Stromgeneratoren war nicht seine Sache. Mein Geschäft ernährt mich auch heute noch, allerdings weniger gut als in den Anfangsjahren. Damals fehlte vielen kleinen Firmen ständig die eine oder andere Maschine, mittlerweile haben sich diese etabliert und vieles selber angeschafft. |


