Der Spanienclub

Arbeiten in Spanien ist für jüngere Menschen eine Investition in die Zukunft

Einfach nur dort arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Eins sollte von vornherein klar sein: ohne Spanischkenntnisse wird man in der Regel nichts auf dem spanischen Arbeitsmarkt. Ausnahmen können Jobs in der Tourismusbranche oder als Sprachlehrer sein.

Nach Feierabend am Strand entspannen und das ganze Jahr Sonnenschein - wer träumt nicht davon, vielleicht auch nur vorübergehend unter solchen Bedingungen zu arbeiten? Doch jüngere Menschen gehen eher nur für ein paar Jahre nach Spanien, kehren dann meist aber wieder zurück, ein Job in Spanien ist eben auch nicht immer nur die pure Freude. Später zieht es genau diese Menschen wieder in den Süden, wenn sie begreifen, wie gut es ihnen ging oder gegangen wäre, wenn sie manche Jugendsünde nicht begangen hätten.






Investition in die Zukunft
Doch die Zeit im Ausland ist immer eine Investition in die Zukunft: Sie bescheinigen Flexibilität, Mut und die Bereitschaft, den eigenen Horizont zu erweitern. Darum sollte ein Auslandsjob nicht allein des Geldes wegen angetreten werden und später auch keinesfalls im Lebenslauf versteckt werden. Unternehmen sehen Auslandserfahrung durchweg als sehr positiv an.


Tipp für Schulabgänger
Wer Bank- oder Industriekaufmann werden will und schon jetzt seine beruflichen Chancen in Spanien verbessern möchte, sollte sich für einen Platz in der anerkannten dualen Ausbildung ASET (www.aset.es) bewerben. Ausgebildet wird in rund 100 deutschen, in Spanien ansässige Firmen. Der Berufsschulunterricht an einer Schule in Madrid wird abwechselnd in Spanisch und Deutsch gehalten.


Praktikum als Einstieg
Als Berufseinstieg in Spanien eignet sich für viele Hochschulabsolventen ein Praktikum. Diese Praktika sind oft recht anspruchsvoll und dauern bis zu einem Jahr. In der Regel werden sie bezahlt - wenn auch nicht ganz den Aufgaben angemessen. Denn der Berufsanfänger wird dabei meist voll in die Arbeitsabläufe im Unternehmen integriert. Praktikumsplätze können auf eigene Faust (Bewerbungsunterlagen) oder mit Unterstützung gesucht werden. Ansprechpartner sind zum Beispiel die Deutsche Handelskammer für Spanien, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder InWEnt.


Wachstumsbranche Dienstleistung
Nach Frankreich ist Deutschland der zweitgrößte Handelspartner Spaniens. Das heißt für in Spanien arbeitssuchende Deutsche: Es gibt nicht nur über 1100 deutsche Unternehmen mit spanischen Niederlassungen, sondern auch zahlreiche spanische Firmen, die Geschäftsbeziehungen nach Deutschland unterhalten. Klar, dass sie dafür mitunter Mitarbeiter brauchen, die über deutsch-spanische Sprachkenntnisse verfügen und sich auf dem deutschen Markt auskennen. Von den Studienfächern her haben IT-Fachkräfte, Ingenieure und Naturwissenschaftler die besten Chancen.

Auch andere Branchen, die im Wachstum sind, gelten für deutsche Bewerber als gute Adressen bei der Jobsuche. Aktuell sind das in Spanien außer der Dienstleistung noch Handel, Bau und manche Industriezweige, ausgenommen Automobile. So lautet der Rat der Deutschen Handelskammer für Spanien in Madrid.


Erfolgreiche Handwerker
Eine duale Ausbildung, wie sie Auszubildende in Deutschland durchlaufen, gibt es in Spanien nicht. Gerade daher sind Bewerber mit deutschem Facharbeiterbrief gut angesehen, man weiß in Spanien von den hohen deutschen Standards. So haben Fachleute aus dem Handwerk allgemein gute Chancen – die Frage dabei ist allerdings, wie bekannt der Abschluss in Spanien schon ist. So wird manch ein deutscher Bewerber mit Gesellenbrief anfangs zwar als Hilfsarbeiter eingestellt, nachdem er aber sein Können unter Beweis gestellt hat, schnell richtig eingestuft.


Selbstständige Handwerker
Da in Spanien auch ohne Meisterbrief ein eigener Betrieb eröffnet werden kann und die Gründung einer Kapitalgesellschaft bereits mit geringer Einlage möglich ist, sollte von Handwerkern die Selbständigkeit in Erwägung gezogen werden. Da die Bezahlung für angestellte Handwerker doch oft deutlich unter deutschen Standards liegt, auch wegen der Konkurrenz zugewanderter Handwerker aus Osteuropa und die Abgabenlast nicht so hoch ist wie in Deutschland, ist gerade die Selbstständigkeit eine interessante Variante des In-Spanien-Lebens.









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