Investition
in die Zukunft
Doch
die Zeit im Ausland ist immer eine Investition in die Zukunft: Sie
bescheinigen Flexibilität, Mut und die Bereitschaft, den eigenen
Horizont zu erweitern. Darum sollte ein Auslandsjob nicht allein des
Geldes wegen angetreten werden und später auch keinesfalls im
Lebenslauf versteckt werden. Unternehmen sehen Auslandserfahrung
durchweg als sehr positiv an.
Tipp
für Schulabgänger
Wer
Bank- oder Industriekaufmann werden will und schon jetzt seine
beruflichen Chancen in Spanien verbessern möchte, sollte sich
für einen Platz in der anerkannten dualen Ausbildung ASET
(www.aset.es) bewerben. Ausgebildet wird in rund 100 deutschen, in
Spanien ansässige Firmen. Der Berufsschulunterricht an einer
Schule in Madrid wird abwechselnd in Spanisch und Deutsch gehalten.
Praktikum
als Einstieg
Als
Berufseinstieg in Spanien eignet sich für viele
Hochschulabsolventen ein Praktikum. Diese Praktika sind oft recht
anspruchsvoll und dauern bis zu einem Jahr. In der Regel werden sie
bezahlt - wenn auch nicht ganz den Aufgaben angemessen. Denn der
Berufsanfänger wird dabei meist voll in die Arbeitsabläufe
im Unternehmen integriert. Praktikumsplätze können auf
eigene Faust (Bewerbungsunterlagen) oder mit Unterstützung
gesucht werden. Ansprechpartner sind zum Beispiel die Deutsche
Handelskammer für Spanien, der Deutsche Akademische
Austauschdienst (DAAD) oder InWEnt.
Wachstumsbranche
Dienstleistung
Nach
Frankreich ist Deutschland der zweitgrößte Handelspartner
Spaniens. Das heißt für in Spanien arbeitssuchende
Deutsche: Es gibt nicht nur über 1100 deutsche Unternehmen mit
spanischen Niederlassungen, sondern auch zahlreiche spanische Firmen,
die Geschäftsbeziehungen nach Deutschland unterhalten. Klar,
dass sie dafür mitunter Mitarbeiter brauchen, die über
deutsch-spanische Sprachkenntnisse verfügen und sich auf dem
deutschen Markt auskennen. Von den Studienfächern her haben
IT-Fachkräfte, Ingenieure und Naturwissenschaftler die besten
Chancen.
Auch
andere Branchen, die im Wachstum sind, gelten für deutsche
Bewerber als gute Adressen bei der Jobsuche. Aktuell sind das in
Spanien außer der Dienstleistung noch Handel, Bau und manche
Industriezweige, ausgenommen Automobile. So lautet der Rat der
Deutschen Handelskammer für Spanien in Madrid.
Erfolgreiche
Handwerker
Eine
duale Ausbildung, wie sie Auszubildende in Deutschland durchlaufen,
gibt es in Spanien nicht. Gerade daher sind Bewerber mit deutschem
Facharbeiterbrief gut angesehen, man weiß in Spanien von den
hohen deutschen Standards. So haben
Fachleute aus dem Handwerk allgemein gute Chancen – die Frage dabei
ist allerdings, wie
bekannt der Abschluss in Spanien schon ist. So wird
manch ein deutscher Bewerber mit Gesellenbrief
anfangs zwar als Hilfsarbeiter eingestellt, nachdem er
aber sein Können
unter Beweis gestellt hat, schnell richtig eingestuft.
Selbstständige
Handwerker
Da
in Spanien auch ohne Meisterbrief ein eigener Betrieb eröffnet
werden kann und die Gründung einer Kapitalgesellschaft bereits
mit geringer Einlage möglich ist, sollte von Handwerkern die
Selbständigkeit in Erwägung gezogen werden. Da
die Bezahlung für angestellte Handwerker doch oft deutlich unter
deutschen Standards liegt, auch wegen der Konkurrenz zugewanderter
Handwerker aus Osteuropa und die Abgabenlast nicht so
hoch ist wie in Deutschland, ist gerade die Selbstständigkeit
eine interessante Variante des In-Spanien-Lebens.