Natürlich sind für Einwanderer solche Gegenden verlockend, in denen schon viele Menschen gleicher Nationalität wohnen. So funktioniert Migration sehr häufig. Was geographisch ein großer Schritt ist, ist kulturell gesehen ein relativ kleiner. In den anderen Gebieten ist ohne die Sprache gar nichts zu machen. Natürlich sind die Touristenregionen teuerer zum Leben (Lebensmittel, Miete ...) als das dünn besiedelte Inland, anderseits kommt die erschlossenere Region dem Deutschen entgegen, wenn er merkt, wie verwöhnt er eigentlich ist (Sauberkeit, Bauqualität, Heizung im Winter, Einhaltung von Regeln, Zustellen der Post...). Daher ist das Einleben in der Küstenregion Spaniens einfacher, man kann sich dann später, wenn die Sprache stimmt, immer noch in Hinterland oder eine andere Region absetzen. Um Arbeit zu finden, muss man schon in die Ballungsgebiete begeben, in denen es Arbeit geben könnte. Aber Vorsicht, in den touristischen Hochburgen an der Küste herrscht im Sommer High-Life und im Winter gepflegte Langeweile. Es ist nicht ungewöhnlich, daß ein Teil der Geschäfte des Ortes nur während der Touristensaison geöffnet hat. Wer hier arbeitet, muss im Sommer doppelt ran - wenn es am schwersten fällt zu arbeiten - um dann im Winter vom Ersparten zu leben.
Wer in einem der touristisch weniger aktiven Grossräume wie z.B. Madrid oder Zaragoza Arbeit findet, muss sich voll und ganz auf Spanien einlassen. Da lässt sich kaum deutsche Kultur finden, gutes Spanisch ist da ein Muss. Aber vor allem sollte man sich dann, gerade in Madrid, auf hohe Mieten gefasst machen!
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